Morgenrituale

Zyklus

... im Einklang mit Zyklus und Jahreszeiten

Ich habe gelernt, dass jeder Morgen eine Einladung ist – eine Einladung, bewusst in den Tag zu starten, in mich hineinzuhören und meinen Körper zu spüren. Besonders als Frau, egal ob im Zyklus oder in den Wechseljahren, merke ich, wie stark sich meine Energie, Bedürfnisse und Stimmung je nach Jahreszeit verändert.

Hier teile ich, wie ich meine Morgenroutine an die Jahreszeiten und meinen Zyklus anpasse – und wie kleine, bewusste Rituale den ganzen Tag positiv beeinflussen können.

Winter – Zeit für Rückzug

Im Winter, der Vata-Zeit, zieht es mich nach innen. Die Tage beginnen oft still, und ich starte gern mit sanften Bewegungen, einem warmen Getränk und einem Moment nur für mich. Mein Frühstück ist wärmend und kräftigend – so kann ich in Ruhe Energie auftanken.

Frühling – Leichtigkeit spüren

Wenn Kapha die Energie prägt, spüre ich Aufbruch und Erneuerung. Eine kindliche Freude auf den Tag. Morgens genieße ich die frische Luft am offenen Fenster, ein bisschen Kraftsport und meine Wechseldusche. Ich freue mich auf frisches Obst, grünes Blattgemüse, Kimchi oder leicht verdauliches Getreide – einfach alles, was mich vital macht und beflügelt. Manchmal darf es auch ein Smoothie sein.

Sommer – Klarheit & Energie

Im Sommer, wenn Pitta dominiert, fühle ich mich morgens klar und lebendig. Ich nehme mir Zeit, meine Pläne und Visionen aufzuschreiben. So ordnen sich meine Gedanken, und der Tag bekommt eine klare Struktur. Solange es nicht zu heiß ist, bewege ich mich leicht und ohne ins Schwitzen zu kommen. Ein eher kühles Frühstück – Rohkost, eine sommerliche Suppe oder Haferbrei – tut meinem Körper gut und schenkt mir Energie, ohne mich zu überhitzen.

Herbst – Ruhe & Erdung

Im Herbst merke ich wieder mehr Vata und brauche Ruhe. Ich starte den Tag gerne langsam, mit sanften Bewegungen und bewusstem Atmen. Wärmende Mahlzeiten wie Suppen, Kürbis, Hirse oder Porridge geben mir Stabilität, helfen loszulassen und den Tag achtsam zu beginnen.

Zyklische Ernährung – individuell

Du weißt ja, wir Frauen durchlaufen jeden Monat vier hormonelle Phasen: Menstruation, Follikelphase, Eisprung und Lutealphase.

Zyklische Ernährung bedeutet, deine Mahlzeiten an die Bedürfnisse deines Körpers in den jeweiligen Phasen anzupassen. Mit der richtigen Ernährung kannst du deinen Hormonhaushalt unterstützen, Beschwerden lindern und dich insgesamt ausgeglichener fühlen.

Besonders eine pflanzliche Ernährung kann hier ein echter Freund sein: saisonal, nährend, sanft – sie schenkt dir Ruhe, Kraft und innere Balance.

Inspiration und Kreativität

„Rumfort“-Gerichte oder Smoothies eignen sich super, um Reste sinnvoll zu verwenden – nachhaltig und lecker. Alles was rumliegt wird verwendet.

Fazit

Meine Morgenroutine – abgestimmt auf Zyklus, Jahreszeiten und Lebensphase – hilft mir, mich selbst besser wahrzunehmen und meine Energie bewusst zu nutzen. Besonders in der Peri Menopause spüre ich, wie kleine Rituale wahre Wunder wirken.

Mit bewusstem Frühstück, saisonaler Ernährung und sanften Ritualen bringst du Körper, Geist und Rhythmus in Einklang – und startest jeden Tag achtsam, kraftvoll und gut gelaunt.

Ähnliche Beiträge